Montag, 29 Oktober 2012 06:25

Bronzene Olga für Milcherzeuger aus Rhede

Als „Drittbester Milcherzeuger Niedersachsens“ unter 11 200 Milcherzeugern gilt der Betrieb von Stephan Specker-Dünhöft (rechts), der bei der täglichen Arbeit durch seinen Vater Gerd unterstützt wird. Der Junglandwirt erhielt dafür die „Bronzene Olga 2012“. Foto: Otto Büning Als „Drittbester Milcherzeuger Niedersachsens“ unter 11 200 Milcherzeugern gilt der Betrieb von Stephan Specker-Dünhöft (rechts), der bei der täglichen Arbeit durch seinen Vater Gerd unterstützt wird. Der Junglandwirt erhielt dafür die „Bronzene Olga 2012“. Foto: Otto Büning
Familie Specker-Dünhöft ist drittbester Betrieb Niedersachsens zum „Drittbesten Milcherzeuger Niedersachsens 2012“ darf sich fortan die Familie Specker-Dünhöft aus Rhede zählen. Betriebsleiter Stephan Specker-Dünhöft wurde mit der „Bronzenen Olga“, dotiert mit 1500 Euro, ausgezeichnet. Vergeben wird die Auszeichnung jährlich durch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsens.
Ein Fragebogen stand am Anfang des Prozesses: 50 Fragen mussten die Landwirte, die sich an der Ausschreibung für den Wettbewerb beteiligen wollten, beantworten. „Sie beziehen sich nicht nur ausführlich auf die Milchproduktion, sondern beispielsweise auch auf die Betriebsführung, Unternehmens- und Arbeitskraftstrategie sowie Weiterbildung und Ausbildung“, erklärt Gerd Specker-Dünhöft, der den Betrieb 2010 an seinen Sohn Stephan übergeben hat, ihn gemeinsam mit seiner Frau Heidi aber weiterhin unterstützt. Viermal hat die Familie schon an dem Wettbewerb teilgenommen, 2009 wurde der Hof bereits mit dem dritten Platz ausgezeichnet. „Nun wollten wir es noch mal probieren“, so Gerd Specker-Dünhöft. Wer an dem Wettbewerb teilnehme, müsse bereit sein, volle Einsicht in seinen Betrieb zu geben. 70 Betriebe hatten besagten Bogen ausgefüllt, 20 von ihnen wurden einen Tag lang durch eine zweiköpfige Kommission überprüft. Darunter der Betrieb Specker-Dünhöft. „Sie wollten neben Milchertrag und -qualität zum Beispiel auch wissen, ob ein Notfallplan vorliegt, wenn der Betriebsleiter ausfällt oder wie die Zukunftsorientierung des Betriebes aussieht“, so der 29-jährige Stephan Specker-Dünhöft, der 85 Hektar bewirtschaftet sowie 143 Milchkühe und 113 Rinder hält. Auch die gesellschaftliche Verantwortung spiele eine Rolle. „Es bringt nichts, wenn der Landwirt einen Top-Betrieb führt, sich aber für das gesellschaftliche Leben nicht interessiert.“ Gerd Specker-Dünhöft sieht in diesem Kriterium eine lange Tradition: „Schon von früher her war es meistens so, dass eine landwirtschaftlich aktive Familie auch im Dorf engagiert war.“ Der Rheder Betrieb konnte diese Anforderungen der Kommission locker erfüllen: Die Familienmitglieder wirken in verschiedenen Gruppen im Ort mit, Schulklassen und Kindergärten erhalten regelmäßig Einblicke in das Betriebsleben. Mutter Heidi betreibt zudem ein „Melkhüsken“, was eine Besichtigung des Hofes ermöglicht. „Ein Betrieb muss zu jeder Zeit für die Öffentlichkeit bereitstehen“, nennt Stephan Specker-Dünhöft ein wichtiges Anliegen der Preisgeber. Das kommt ihm jedoch auch gelegen: „Viele Menschen haben ein völlig falsches Bild von der Landwirtschaft.“ In der Öffentlichkeit werde oft ein negativer Eindruck von dem Berufsstand gezeichnet. „Dabei gibt es so viele Landwirte, die jeden Tag im Jahr tolle Arbeit leisten.“ Diese würden allerdings oftmals aufgrund einzelner Negativbeispiele nicht gesehen. Entgegen der öffentlichen Meinung habe der technische Fortschritt glücklicherweise auch vor der Landwirtschaft nicht haltgemacht. „Wir arbeiten nicht mehr mit Pferd und Pflug“, lacht Gerd Specker-Dünhöft. Er wertet es als positives Zeichen, dass es sich bei den ersten drei Preisträgern um Betriebsleiter unter 30 Jahre handele. „Es zeigt, dass wir dynamische und gut ausgebildete Leute haben.“ Für den Betrieb, der im Jahr 1974 aus dem Rheder Ortskern in den Brook umgesiedelt war, ist der Preis auch eine Bestätigung: Im Jahr 2011 war ein neuer Boxenlaufstall mit zwei Melkrobotern errichtet worden. „Wir sehen nun, dass das, was wir in den letzten Jahren umgesetzt haben, richtig war“, freut sich Stephan Specker-Dünhöft.

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