Mittwoch, 23 Mai 2012 05:17

Kerniger Klang und urwüchsiges Fahrgefühl

Rotes Blech und blanke Chromspeichen: Von ihrem Triumph TR6 sind Ulrike und Gerd Mersmann rundum begeistert. Rotes Blech und blanke Chromspeichen: Von ihrem Triumph TR6 sind Ulrike und Gerd Mersmann rundum begeistert. Foto: Manuel Glasfort
Gerd Mersmann ist vom Roadster TR6 fasziniert – Treffen von Triumph-Enthusiasten in Papenburg   Rhede. Ein kleiner Dreh am Zündschlüssel, und der Sechszylinder erwacht mit einem sonoren Wummern zum Leben. Die blank geputzten Speichenfelgen und die wuchtigen Reifen harmonieren mit dem maskulinen Blechkleid. Keine Frage: Der TR6 der Firma Triumph kann Leidenschaften entfachen. Auch Gerd Mersmann ist dem Reiz des englischen Roadsters erlegen.
Der Rheder hat sich vor fünf Jahren seinen Traum erfüllt und einen TR 6, Baujahr 1974, bei E-Bay ersteigert. „Die Form macht mir Freude. Und nach getaner Arbeit kann ich mich in den Wagen setzen und entspannen“, berichtet der Landwirt über sein Hobby. Er und seine Frau Ulrike nehmen regelmäßig an Oldtimer-Touren teil. „Wir nutzen den Wagen zum Cruisen“, erzählt Ulrike Mersmann. „Die Leute, an denen man vorbeifährt, haben zu 98 Prozent ein Grinsen im Gesicht.“ Aber auch für alltägliche Fahrten steigt ihr Mann in seinen TR6 – wenn das Wetter mitspielt. Es sind nicht nur das Aussehen und der kernige Klang des Motors, die das Flair des Wagens ausmachen. Wer den Roadster über die Landstraßen lenkt, erlebt ein urwüchsigeres Fahrgefühl, als er es in einem modernen Auto je könnte. Weder Servo-Lenkung noch Bremskraftverstärker greifen dem Fahrer unter die Arme. Die hakelige Schaltung und das schwergängige Gaspedal versetzen ihn in eine Zeit zurück, als die Elektronik im Auto sich fast auf Radio und Lichtanlage beschränkte. Die Stoßdämpfer verlangen vom Fahrer Nehmerqualitäten. „Das ist robuste Technik, aber man spürt auch den Straßenzustand“, sagt Mersmann verschmitzt. Der britische Autobauer Triumph ist lange Geschichte, aber seine Fahrzeuge rufen noch immer Begeisterung hervor. Dabei führen die Spuren des Modells TR6 sogar nach Niedersachsen: Das Design des Roadsters entwarf der Osnabrücker Karosseriebauer Karmann, bevor die ersten Fahrzeuge 1968 in England vom Band liefen.  Der TR 6 ist nur einer von zahlreichen Triumph-Roadstern, die heute die Herzen von Oldtimerfreunden höherschlagen lassen. Am kommenden Wochenende treffen sich in Papenburg Triumph-Fahrer aus ganz Deutschland und bringen mehr als 200 Autos mit. Hinter der Veranstaltung im Hotel Alte Werft steht der Verein TR-Register Deutschland. Nach dessen Angaben trifft der größte Teil der Oldtimer-Freunde bereits am Freitag, 25. Mai, ein. Höhepunkt des Treffens soll die Sternfahrt werden, die am Montag, 28. Mai, um 10 Uhr am Hauptkanal beginnt und nach Detern führt.  

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